Übersicht über verschiedene Kerzenarten

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Verschiedene Taufkerzen | Candely Kerzenwelt

Der Begriff ‚Kerze‘ geht auf den lateinischen Begriff ‚Cereus‘ = Wachslicht hervor. Darunter wird eine Licht- und Wärmequelle verstanden, die aus einem Docht besteht, der mit fester Brennmasse umgeben ist.

1Altarkerzen

Altarkerzen in Premiumqualität haben einen Bienenwachsanteil von mindestens 10 Prozent und erhalten durch Ausgießen von Hand oder Tunken einen härteren Wachsmantel, um optimale Brenneigenschaften zu erzielen. Neben Bienenwachs sind Paraffin, Stearin und ein Docht aus Baumwolle die Hauptbestandteile von Altarkerzen.

2Opferkerzen/Opferlichte

Außerhalb der Liturgie werden gegen einen kleinen Geldbetrag Opferkerzen und Opferlichte als Zeichen des Gebets und der Verehrung in Kirchen entzündet. Oft gibt es dafür eigens gestaltete Ständer oder Leuchter, die vor Marien- und Heiligenbildern aufgestellt werden. Man unterscheidet zwischen Opferkerzen (diese brennen ohne äußere Hülle ab) und Opferlichten, die über eine Hülle aus Aluminium, Glas oder Kunststoff verfügen.

3Osterkerzen

Die Osterkerze wird in der Osternacht geweiht und am Osterfeuer entzündet. Das Licht Christi (Lumen Christi) wird anschließend an die Mitfeiernden weitergegeben. Ursprünglich wurde die Osterkerze mit Blumen und Blättern geschmückt, seit etwa dem 9ten Jahrhundert mit den Symbolen Kreuz, Jahreszahl, A+Ω und fünf Osternägeln. A+Ω als erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets stehen dabei für den Anfang und das Ende, die fünf Osternägeln (auch: Granen) für die Wundmale Christi.

4Marienkerzen

In den Monaten der Marienverehrung Mai und Oktober werden diese Kerzen zu Ehren der Gottesmutter Maria vor Marienaltären oder -bildern entzündet. Die Motive sind zumeist in Blau gehalten: Blau ist in der christlichen Symbolik eine himmlische Farbe, ferner waren die ultramarinblauen Pigmente (Lapislazuli) seit jeher schwer zu beschaffen und daher außerordentlich wertvoll.

5Taufkerzen

Die Taufe ist das erste Sakrament eines Christen und christlicher Ritus. Sie wird durch Untertauchen oder Übergießen mit dem wesentlichen Element ‚Wasser‘ durchgeführt. Zeuge dieses Ritus‘ ist neben den Eltern und Paten in den meisten Fällen die Taufkerze. Sie kann mit verschiedenen liturgischen Taufsymbolen (Wasser, Taube, Fische) verziert sein und trägt den Namen des Täuflings und das Taufdatum. Die Taufkerze wird während der Messe an der Osterkerze entzündet und begleitet den Täufling i.d.R. ein Leben lang.

6Bienenwachskerzen

Bienenwachskerzen werden traditionell von Hand geknetet. Eine maschinelle Verarbeitung ist schwierig, da das Wachs der Honigbiene ziemlich klebrig ist und an den Maschinen haftet. Früher waren Bienenwachskerzen aufgrund des edlen Materials den reichen Fürstenhäusern vorbehalten. Das gemeine Volk musste mit sogenannten Unschlittkerzen aus Hammeltalg oder Rindernierenfett Vorlieb nehmen, die ranzig rochen und fürchterlich rußten und qualmten.